Der Heilige Laurentius von Rom

Festum Sancti Martini –
das Fest des heiligen Martin von Tours

Am heutigen Tag begeht der Orden der Salvatorisritter das Festum Sancti Martini – das Fest des heiligen Martin von Tours.

Der Heilige Martin von Tours wurde um 316/17 in Szombathely (Steinamanger) in Pannonien/Ungarn, als Soldatensohn geboren. Später diente er als Offizier in einer römischen Eliteeinheit.
Ein Schlüsselmoment machte ihn weltberühmt: Vor den Toren Armiens zerschnitt er mit dem Schwert seinen Mantel und teilte diesen mit einem Bettler, welcher ohne ihn erfroren wäre. In der Nacht erschien ihm Christus – in der Gestalt des Bettlers, wie um zu sagen: „was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan.“ Bald darauf empfing Martin die Taufe.
Seinen Militärdienst beendete Martin und er wurde Schüler des berühmten Bischofs Hilarius von Poitiers, empfing die Priesterweihe und gründete um 360 als Einsiedler in Ligugè das erste Kloster Galliens. Ab Juli 372 war Martin Bischof, lebte aber weiter im Kloster.

Das Datum des gebotenen Gedenktag ist von der Grablegung des Bischofs Martin von Tours am 11. November 397 abgeleitet.

Der Heilige Martin ist unteranderem Patron von Frankreich und von Ungarn, der Soldaten, Kavalleristen, Bettler und Armen.

Ein Zeichen der Nächstenliebe – Die Martinsbrezel

Ursprung des Brauches war vermutlich ein süßes Weißmehlgebäck, als ein Zeichen der Nächstenliebe, welches zum Martinstag an Arme und Sieche für ein Seelengebet ausgeteilt wurde. Weißmehlgebäcke galten in früheren Zeiten stets als etwas Außergewöhnliches, da sich das weiße Mehl nur gut betuchte Menschen leisten konnten und dieses auch nur zu besonderen Anlässen verwendet wurde. Das deutsche Wort “Brezel” könnte auf das lateinische “brachiolum” = Ärmchen zurück gehen und somit die zum Gebet gekreuzten Arme der Mönche hinter der traditionellen Form des Brezel stehen könnten.

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